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Wasserkraft

Wellenkraftwerk

Die potenzielle Energie der Meere ist schon seit Jahrzehnten im Fokus von Wissenschaftlern. Einige Pilotanlagen wurden bereits gebaut und verschiedenste Methoden ausprobiert, um mit der Kraft der Wellen Strom zu erzeugen. Seit 2001 liefert ein Wellenkraftwerk auf der schottischen Insel Islay Strom für rund 400 Haushalte.

Die Anlage besteht aus einem Sammelbehälter (eine Röhre), der bis unter die Wasseroberfläche reicht. Wenn der Wasserspiegel in der Röhre mit den Wellen steigt und fällt, wird die Luft in der Röhre hinaufgedrückt oder hinuntergesaugt. Mit diesem entstehenden Luftstrom wird die so genannte Wells-Turbine angetrieben.

Andere Varianten von Wellenkraftwerken befinden sich noch im Versuchsstadium, denn die Anlagen sollen nicht nur möglichst effizient Strom erzeugen, sondern müssen auch den extremen Witterungsbedingungen an den Küsten widerstehen. So gibt es ein Modell, bei dem ein Schwimmkörper in Form eines Kolbens durch die Wellen auf und ab bewegt wird. Auch mit Auffangtrichtern wird experimentiert, die die Wellen hochführen, um Turbinen zu betreiben.

Meereskraftwerke könnten weltweit so große Mengen Strom pro Jahr liefern, dass zwei Drittel von New York City ein ganzes Jahr lang versorgt werden könnten (2 Terawatt = 2 x 1012 Watt).

 

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