Wussten Sie?
Wussten Sie, dass nur noch eine Familie die spezielle Haube der Spreewald-Tracht herstellen kann? Familie Dziumbla aus Burg besitzt seit 1990 eine Trachtenstickerei. Eine neue Tracht kostet zwischen 1.500 und 3.000 Euro.
Städte & RegionenSpreewald
Zwei Besonderheiten dieser Region kennt wohl jeder: die Spreewälder Gurken und die schönen Trachten mit der außergewöhnlichen Haube. Doch der Spreewald ist vor allem eine Flusslandschaft und gehört zu den schönsten und einzigartigsten Naturschutzgebieten Europas. Der Spreewald ist ein urwüchsiges Binnendelta mit einem fast 1.000 Kilometer langen, in sich verzweigten Wasserwegenetz. Im Jahr 1991 wurde er zum UNESCO Biosphärenreservat ernannt. Der Spreewald zeichnet sich durch eine einzigartige Flora und Fauna aus. Insgesamt leben hier rund 18.000 Pflanzen- und Tierarten, z. B. 830 verschiedene Schmetterlinge. Die Einwohner des Spreewaldes fahren noch heute traditionell mit dem Kahn auf Arbeit oder zum Einkaufen. Orts- und Straßennamen sind zweisprachig: Der Spreewald zählt nämlich zum Siedlungsgebiet der Sorben, einem kleinen slawischen Volk. Ihre eigene Muttersprache und ihr Brauchtum bereichern die Kultur dieser Region. Im Spreewald leben heute etwa 50.000 Menschen in 37 Dörfern und zwei Städten. Der größte Ort ist Lübbenau und gilt als "Tor zum Spreewald". Der bekannteste Ort ist Lehde. Hierher gelangt man nur mit dem Kahn, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Theodor Fontane sagte über Lehde: "Die Lagunenstadt im Taschenformat: ein Venedig, wie es vor 150 Jahren gewesen sein mag. Man kann nichts Lieblicheres sehen als dieses Lehde, das aus so vielen Inseln besteht, wie es Häuser hat." Einmalig ist auch Leipe. Das Dorf ist in einer Rundbebauung angelegt und wird von zwei Spreeläufen umflossen. Erst seit 1969 gibt es eine Straße nach Burg. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Kahn einziges Verkehrsmittel. Wer noch nie im Spreewald war, sollte das schnellstens ändern: Lassen Sie sich im traditionellen Holzkahn auf der Spree und den Fließen staken oder werden Sie selbst aktiv und mieten sich ein Paddelboot. Es ist garantiert ein Erlebnis: vielleicht begegnen Sie den Schleusen-Kindern, die Sie mit einem Spruch und gegen ein kleines Taschengeld eine Etage höher befördern oder bedienen Sie selbst eine Schleuse, kehren Sie in eines der urgemütlichen Gasthäuser ein oder genießen Sie einfach die Ruhe und Ursprünglichkeit der Natur. Alle Informationen um den Spreewald, Sehenswertes, Unterkünfte oder Bootsverleihe finden Sie unter folgenden Links: http://www.spreewald-online.de und http://www2.spreewald.de oder http://www.spreewald-info.com bzw. http://www.spreewaldportal.de.
BrauchtumDie Region um den Spreewald ist reich an Brauchtum. Wir haben für Sie einige Bräuche herausgesucht. Am 25. Januar wird Vogelhochzeit gefeiert. Der Sage nach hat sich an diesem Tag die Elster mit dem Raben vermählt und alle Vögel zu diesem Fest eingeladen. Zur Vogelhochzeit trägt ein Mädchen die niedersorbische Festtagstracht und spielt die Elster, ein Junge im schwarzen Anzug und mit Zylinder den Raben. Die anderen Kinder sind mit Schnäbeln und Kostümen verkleidet und stellen die Vogelgäste dar. Gemeinsam gehen sie im Hochzeitszug durch das Dorf. In der Nacht vom Ostersamstag zum Ostersonntag wird das Osterfeuer angezündet, mit dem der Winter endgültig vertrieben wird. Bereits Tage vorher sammeln die Jugendlichen Holz und schichten es zu einem großen Berg. Dann muss der Holzstoß bewacht werden, damit die Jugendlichen des Nachbardorfes ihn nicht vorher anzünden. Erst um Mitternacht wird das Feuer entzündet und brennt bis in die frühen Morgenstunden.
Wie der Spreewald wirklich entstand - eine SageDer Sage nach ist der Spreewald ein Werk des Teufels. Er pflügte mit seinem Ochsengespann das Bett der Spree, bis die Tiere müde waren und nicht mehr weiter arbeiten wollten. Das gefiel dem Teufel überhaupt nicht: Er warf wütend seine Mütze nach den Rindern und schrie sie an. Die Tiere erschreckten sich und ergriffen die Flucht. Sie rannten mit dem Pflug kreuz und quer durch das Flussbett und rissen so ein Delta mit 350 Wasserläufen.
Wussten Sie?Wussten Sie, dass nur noch eine Familie die spezielle Haube der Spreewald-Tracht herstellen kann? Familie Dziumbla aus Burg besitzt seit 1990 eine Trachtenstickerei. Eine neue Tracht kostet zwischen 1.500 und 3.000 Euro.
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